Gemeinsam besser!

Wir über uns

In den Komplexeinrichtungen und Diensten der Mitglieder des „Die Initiative - Verband der Komplexeinrichtungen der Behindertenhilfe Baden-Württemberg e.V.“ finden derzeit rund 10.000 Menschen mit häufig schweren und kombinierten Behinderungen ein ausdifferenziertes und umfassendes Angebot. Die Mitglieder wollen in Baden-Württemberg aktiv an der Schaffung einer inklusiven Gesellschaft mitwirken, so wie es die von der Bundesrepublik Deutschland und den Bundesländern ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention vorsieht. Sie sehen sich als Unterstützer des notwendigen Aufbaus gemeindenaher Wohn- und Lebensangebote für Menschen mit Behinderungen.

Die Verbandsmitglieder treten aber auch dafür ein, dass den in Baden-Württemberg lebenden Menschen mit komplexen Behinderungen und Bedarfen auch in Zukunft die Möglichkeit und Freiheit offen steht, die Leistungen von modernen Komplexeinrichtungen wählen zu können,

  • die ihnen weiterhin mit aufeinander abgestimmten Hilfearrangements ihre benötigten Lebens- und Teilhabeperspektiven eröffnen;
  • die mit ihren interdisziplinären Wohn-, Arbeits-, Bildungs-, Freizeit- und Therapieangeboten Chancen zur Rehabilitation geben.

Gerade den Menschen mit schweren geistigen und mehrfachen Behinderungen müssen die modernen Komplexeinrichtungen auf Dauer mit ihren besonderen und sich in ihrer Vielfältigkeit auszeichnenden Fachlichkeit zur Verfügung stehen. Damit dies im Sinne jener Menschen gelingt, die wegen ihrer Benachteiligungen nicht selbst für sich sprechen können, fordern die Komplexträger in Baden-Württemberg vor allem die Landespolitik zur finanziellen und auch regulatorischen Unterstützung auf.

Politische Forderungen

Um jedem Menschen mit komplexen Hilfebedarfen auch in Zukunft eine sichere und würdige Heimat und eine differenzierte Angebotsstruktur zu garantieren, fordert der Verband von der Politik u. a. folgende Maßnahmen:

  • Weiterentwicklung und Novellierung der Eingliederungshilfe unter den Maßgaben der UN-Behindertenrechtskonvention auf Bundes- und Landesebene.
  • Fachgesetzliche Umsetzung der Inklusionsziele der UN-Behindertenrechtskon-vention sowie der dafür notwendigen Werkzeuge und Verfahren, insb. für die Einrichtungsträger.
  • Angemessene Ausstattung der Dezentralisierungsprojekte der Komplexeinrichtungen mit finanziellen Fördermitteln, damit eine Umwandlung der bisherigen Versorgungsstrukturen hin zur gemeindenahen Versorgung mit professionellen Angeboten erfolgreich vollzogen werden kann.
  • Auskömmliche Förderung der Sanierung von Bestandsimmobilien an den bisherigen Komplexstandorten, um den Menschen mit ihren besonderen Bedarfslagen, die auch weiterhin hier wohnen und betreut werden wollen, eine angemessene und zeitgemäße Wohnqualität zu bieten. Die Dauer dieser bestandserhaltenden Förderung von Bestandsimmobilien ist an der demografischen Entwicklung der dort weiterhin lebenden Menschen auszurichten.
  • Angemessene finanzielle Förderung der Umwandlungen der bisherigen Komplexstandorte und ihrer Nutzungen. Zu dieser notwendigen Förderung gehört auch, dass bislang noch auf Bestandsimmobilien lastende Einrichtungszweckbindungen früherer Landesförderungen vorzeitig aufgehoben werden, um eine zügige Standortkonversion zu ermöglichen.

Ziele des Verbandes

Der Verband ist aus dem ursprünglichen baden-württembergischen „Initiativkreis Komplexeinrichtungen“ hervorgegangen und verfolgt nach seiner Satzung mehrere Ziele: 

  • Intensive Mitwirkung an der fachlichen und organisatorischen Weiterentwicklung der Versorgungsangebote für Menschen mit geistigen und Mehrfachbehinderungen
  • Verdeutlichung der Interessen, Verantwortung und vielfältigen Problemstellungen der baden-württembergischen Komplexträger im Rahmen der weiteren Bemühungen um nachhaltige Dezentralisierung und um Konversion bzw. Weiterentwicklung ihrer bisherigen Zentralstandorte
  • Ergänzung des bisherigen Verbandsspektrums im Bereich der Wohlfahrtspflege um die spezifischen Belange der Komplexträger der Behindertenhilfe
  • Förderung der Entwicklung und der stetigen Verbesserung der Behindertenhilfe im Hinblick auf die Ziele und Anforderungen der im Jahr 2009 von der Bundesrepublik Deutschland ratifizierten UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen